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Was ist Phytotherapie?
Bekanntermaßen waren Pflanzen jahrhundertlang die einzigen bekannten und verfügbaren Heilmittel und dienten den Menschen damit als Grundstoffe zur Herstellung aller Arten von Arzneien.
Daraus entwickelte sich die Phytotherapie, die wie die Homöopathie eine eigenständige Therapierichtung ist.
Anders als in der Homöopathie, lässt sich die Wirkungsweise des Phytopharmaka aber innerhalb des naturwissenschaftlichen Weltbilds erklären, da die pflanzlichen Inhaltsstoffe bekannte und nachvollziehbare Reaktionen im Körper auslösen
Ein wesentlicher Unterschied zur Homöopathie ist allerdings die Dosis-Wirkungsbeziehung: Je höher in der Phytotherapie die Dosis, desto stärker ist auch die Wirkung, während es sich in der Homöopathie genau umgekehrt verhält.
Heilpflanzen werden aber auch in der Schulmedizin täglich und mit Erfolg eingesetzt: als Tee, Tinktur, Extrakt und auch als Einzelwirkstoffe. Auch viele bewährte Medikamente enthalten Wirkstoffe pflanzlichen Ursprungs
Heilpflanzen können somit Krankheiten heilen, sie vorbeugen und lindern - Wundermittel allerdings sind auch sie nicht.
Daher empfehle und verwende ich sie als ergänzende Therapie zur Homöopathie oder bei leichteren Erkrankungen. Beispielhaft sind ein paar der idealen Einsatzgebiete für die Phytotherapie aufgelistet:
Behandlung von Husten und Bronchitis
Bei Husten sollten die Schleimhäute feucht gehalten werden, durch lutschen von entsprechenden Bonbons aus Bartflechten oder Salz.
Zusätzlich sollte die Trinkmenge erhöht werden. Bewährt hat sich hierbei eine Teemischung aus:
Spitzwegerich, Thymiankraut, Eibischwurzel, Fenchel zu gleichen Teilen.
Behandlung von Blasenentzündung
Generell gilt hier: viel trinken!
Meist ist eine Blasenentzündung eine aufsteigende Infektion, d.h. die Bakterien (meist E.coli) klettern die Harnröhre entlang in die Blase. Durch das viele trinken am Anfang einer Cystitis (Blasenentzündung) kann ein großer Teil von ihnen wieder ausgeschwemmt werden.
Dazu eignen sich vor allem harntreibende Tees wie beispielsweise die nachfolgende Mischung:
Bärentraubenblätter, Goldrute, Birkenblätter, Schachtelhalm und Brennnesselkraut.
Zusätzlich sollten Füße und Unterleib warm gehalten werden.
Behandlung von Schlafstörungen
Bei Einschlafschwierigkeiten hat sich eine Mischung aus Baldrian und Passionsblume bewährt. Bei Schlaflosigkeit, verursacht durch Gedankengänge und Kummer, sollte zusätzlich noch Hopfen und Weißdorn beigemischt werden. |
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